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Die Interessenswolke

Du, Ich, Er, Sie, Es – wir alle haben Interessen. Spannend wird es immer wenn verschiedene Interessen zusammenkommen.


Als Interim Manager ist es wichtig möglichst rasch alle Interessen der relevanten Anspruchsgruppen zu kennen. Da nicht immer alles klar ersichtlich ist spreche ich hier von der Interessenswolke.



Viele Kunden wollen von mir wissen, wie ich die Brücke zwischen den verschiedenen Interessensgruppen schlage, um rasch die vom Auftraggeber gewünschten Ergebnisse zu liefern.


In diesem Blog gehe ich daher auf die Aspekte der Auswirkungen der Interessen von Arbeitgeber / Auftraggeber und Arbeitnehmer ein und erkläre wie man sich in der Wolke eine Übersicht verschaffen kann, bzw. warum es hilfreich ist um den gewünschten Effekt herbei zu führen.


Im Laufe meiner Tätigkeit ist es noch nie vorgekommen, dass ich einen Auftrag erhalten habe, bei dem es kein Optimierungspotential gegeben hat, welches ich nicht zumindest teilweise heben konnte.


Was haben nun die Potentiale einer Unternehmung mit der Interessenswolke zu tun?


Ein Arbeitgeber / Auftraggeber hat Interessen wie z.B. die Logistikkosten zu minimieren, den Gewinn zu erhöhen usw...


Arbeitnehmer haben Interessen – wie z.B. eine sinnstiftende Tätigkeit, oder eine gute Work Life Balance usw…


Interim Manager haben Interessen – wie z.B. einen Folgeauftrag zu generieren, ein Referenzprojekt zu schaffen usw…


Wenn man die Interessen kennt, kann man diese in Einklang bringen und das gewünschte Ergebnis, schneller, bei höherer Kundenzufriedenheit erzielen.


An einem aus der Praxis angeführten Beispiel erklärt würde das wie folgt aussehen:


In einem Unternehmen sollen die Logistikkosten gesenkt werden. Ein Interim Manager wird hinzugezogen um den Logistikleiter zu unterstützen. Ein Teilprojekt dazu ist die Senkung der Belieferungskosten inklusive Fuhrpark und Personal.


In einer ersten Analyse kommt man zum Ergebnis, dass es im Branchenvergleich überdurchschnittlich hohe Personalkosten und zu viele FTE’s gibt. Das wird begründet durch die scheinbare Notwendigkeit eine gewisse Anzahl an „Ersatzpersonal“ vorzuhalten um bei einer neuerlichen Pandemie, bzw. aufgrund der schwierigen Arbeitsmarktsituation für Arbeitgeber in der Logistik, immer voll handlungsfähig zu bleiben.


Der Interim Manager lanciert einen Arbeitskreis indem er Bereichsleiter und auch die Disponenten der Fahrer, sowie die verantwortlichen für das Recruiting einbindet, um seinen Weg durch die Interessenswolke zu finden.


Dabei stellt sich heraus, dass es trotz des hohen Personalstandes aufgrund von vermehrten Krankenständen teilweise schwierig ist, die Belieferung friktionsfrei durchzuführen. Die verantwortlichen für Recruiting sind dauerhaft nur mit Personalsuche beschäftigt und die Arbeitszufriedenheit sinkt, bei steigenden Kosten.


Die Fahrer wünschen sich Unterstützung im Arbeitsalltag, Weiterbildungen, eine gute Fahrzeugausstattung inkl. digitaler Unterstützung, sowie eine faire Bezahlung und Behandlung.


Das Management wünscht sich eine funktionierende Belieferung mit geringeren Kosten.


Ergebnis:


Die Kosten in der Logistik werden minimiert, indem man die Routenplanung und den tatsächlichen Routenverlauf inkl. Belieferungsstopps optimiert und digitale support Systeme in die Fahrzeuge einbaut, dadurch fallen weniger Stunden an und die Mitarbeiter müssen weniger Überstunden machen, der Personalstand kann angepasst werden. Dadurch bekommt der Interim Manager ein Referenzprojekt. Alle Interessen wurden erkannt und aufeinander abgestimmt.


Was ist der Unterschied, wenn ich die Interessen nicht berücksichtige / kenne?


Wir gehen von der gleichen Ausgangsbasis aus - der Arbeitgeber / Auftraggeber will die Kosten senken.


Der Logistikleiter und der Interim Manager machen gemeinsam eine Analyse und kommen zum Ergebnis, dass weniger Fahrer mit teilweisen Überstunden zur Kompensation günstiger sind, als der aktuelle Status.


Ergebnis:


Es wird gemeinsam mit den Disponenten ein Einsatzplan erstellt, wie die Stunden zu verteilen sind, um die gewünschten Einsparungen mit weniger Personal und geplanten Mehrstunden bei den vorhandenen Fahrern erzielen zu können. Die Arbeitnehmer werden bei der Maßnahme nicht im gleichen Umfang mitwirken wie im ersten Beispiel. Unter Umständen kann das Ziel sogar verfehlt werden.


Die angeführten Beispiele sind bewusst einfach gehalten und Eindimensional. Sie verdeutlichen jedoch die Notwendigkeit sich in Interim Projekten der verschiedenen Interessen bewusst zu werden und auch die Maßnahmen auf die Interessensgruppen abzustimmen, sofern das möglich ist.


Meine Associate Partner und ich unterstützen hier gerne im Bereich von Projekt und Interim Management, um die oben angeführten Themen mit externer Expertise rasch umzusetzen.

Gerne können Sie MAGA Consulting für Rückfragen kontaktieren. Vereinbaren Sie Ihren unverbindlichen Ersttermin oder senden Sie Ihr Feedback unter info@maga-consulting.at

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Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.

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